Mutterkeks

Lucretia Leibnitz von Bahlsen

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Werke aus der Jugend und neueste Arbeiten

Biographie

Lucretia Leibnitz von Bahlsen – Ein Leben in Krümeln

 

Kindheit und Jugend

  • 1965 Lucretia erblickt die Welt als Henrietta Presley, Tochter von Elvis Presley und Mona Lisa
  • 1967 Nach der vollständigen Erblindung ihrer Mutter zieht Henrietta endgültig nach Graceland, Memphis Tennessee und wird in der Folge  Lucretia genannt, nach dem Papagei von Elvis Mutter.
  • 1969 Der King of Rock wird von Aliens entführt. Lucretia wird im selben Jahr von den Großeltern Prismolda Presley-Bahlsen und Artelfred von Weißback.Leibnitz, Erben des Backfabrikadels, adoptiert.
  • 1970-89 19 Jahre der Ruhe und des Friedens. Die kleine Familie verlebt heitere Zeiten auf der Yacht der Großeltern. Oma backt Schwarzbrot für Afrika, Opa geht Sprengfischen. Lucretia Bahlsen von Leibnitz wird sich noch lange an diese Zeit als die ältesten Jahre ihres Lebens erinnern.

Erste Schritte

  • 1989 Geschieht das Undenkbare. Die Mauer, die Lucretia stets für unüberwindlich gehalten hatte, zerbröselt vor ihren Augen. Das ganze Hexenhaus von Opa – nur noch Printenkrümel! Lucretia beschliesst sofort, später mal groß zu werden. Opa stirbt noch in der selben Nacht und wird in Teig gebacken in der Cheops-Pyramide neben seinem Sohn beigesetzt.
  • 1990-96 Der Durchbruch vor Island: Gerammt von einem Eisberg dringt Wasser in den Kiel. Die Familie verbringt die folgenden Jahre auf einem kleinen Eisberg. Lucretias erste kreative Schritte bringen der Welt den Zimtstern, erste Schneekipferl und die ‘Eisbombe mit Kakaobése und Eierlikörfüllung’.
  • 1997Landung in Toronto. Die ‘Iceberg Variationen’ werden mit großem Tamtam in Toronto gezeigt. Die Familie verlässt den mittlerweile winzigen Eisberg im Hafen von Toronto und zieht ins Bahlsen Astoria, das Oma gerade gekauft hat.
  • 1998 Ermutigt von dem großen Erfolg ihrer ersten Ausstellung eröffnet Lucretia ein kleines Atelier in New York.
  • 1999 Nach ermutigenden Rezensionen in der New Yorker Lokalpresse (u.a. New ork Times) zeigt Lucretia ihren neuen Werkzyklus ‘Puderzuckern in Aspik’ in der renommierten Georg Albert Gallery in New York. Die Reaktion der Kunstwelt ist einhellig, laut und vernichtend. Eine Katastrophe. Lucretia verbringt den Sommer auf der Raumstation ISS und denkt über ihre Fehler nach.
  • 2000 Die Wende! Lucretia erlebt sie mit drei russischen Kosmonauten im All und schaut sich den Fall der Berliner Mauer auf elf Jahre alten Radiowellen an. Alle weinen und wollen nach Hause.
  • 2001 Im frisch wiedervereinigten Berlin fängt Lucretia ganz neu an. Sie verkauft Brillantenschmuck auf dem Boxhagener Flohmarkt und kauft sich von dem Erlös ihre erste Packung Butterkekse. Entsetzt über den Geschmack dieser Trockenbrösel mit ihrem Namen drauf, beschliesst sie die Revolution mit künstlerischen Mitteln.
  • 2002 Erste Guerilla-Keks-Aktionen im Berliner Stadtgebiet. Die Hymne der Freiheitskekse.wird offizieller Morgengruß von Star-Backs. Die lokale Presse bekommt Wind von der Sache (Tagesschau, Internet). Sowohl FBI, als auch CNN schalten sich z. T. live ein. Lucretia wird über Nacht zum Star.

Jahre des Ruhms

  • 2003 Die Outdoor Installation ‘Send the Cakes Back Home’ versinkt dramatisch vor Kalkutta! Weitere Ausstellungen in Tokio, Neu-Dehli und Kabul (‘The Asian Tour’) werden abgeblasen bzw- uraufgeführt.
  • 2004 Biennale von Venedig, Teilnahme im Arsenal-Sektor. Erste Solo-Ausstellungen bei Yves Lambert, Paris; Gagosian, New York und Galerie Schaukasten, Delmenhorst.
  • 2005 1. Sonderbiennale ‘Dummbatz’ von Lucretia Lamberz von Bahlsen in Venedig. Die Lagune wird mit Milchbrei geflutet und von Afrikanern aufgegessen. Der italienische Innenminister wird daraufhin mit Pauken und Trompeten (Radetzky-Marsch) entlassen. Ausstellung im Palais de Tokyo, Paris; Moma, New York; Guggenheim, Berlin & Venedig und Wuppertaler Kulturstube, Wuppertal.
  • 2006 Leitung der Bayreuther Festspiele. Ihr Tristan gerät zum Skandal umjubelten Meisterkeks. Anschliessend große Sause und wieder Ferien auf der ISS.
  • 2007 Lucretia beschliesst endgültig ins Revolutionäre zu wechseln: Erste Ausstellung in den Katakomben von Paris; der Notdurft-Grotte von Madrid und in den Kläranlagen von Bottrop – triumphal!
  • 2008 Große Dauerausstellung ‘This was Yours now its Mine’ in der New Yorker Kanalisation. 657 Menschen werden mit Ohnmacht und Würgeattacken gerettet, hunderte verschwinden für immer. Lucretia zieht sich zur Inspiration zurück in ein Slum in Ostbengalen.
  • 2009 Triumphale Rückkehr: ‘No Hands No Cookies’ gerät zur grössten öffentlichen Kunstaktion der Welt. 4 Millionen Menschen bestaunen ihre fliegende Keksinstallation im New Yorker Central Park. Lucretia wird UN-Sondergesandte für Tretminen und Backwaren. Ihr ‘Palais du Tarté Miní’ wird zum besten Venedig Biennale-PAvillon seit Beginn der Zeitrechnung gekürt.
  • 2010 ‘Das Lokale ist im Lokus’ Mit diesen Worten verabschiedet sich Lucretia im Februar diesen Jahres, um ihre Kunst in den lokalen Raum zu tragen und den direkten Austausch zwischen Input (Keks) und Output (Notdurft) zu fördern.
  • August 2011 Zweite Sagenhafte Soloaustellung in der Galerie ‘Oh D toi Lettè’ ab 18:00 Uhr.

 

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